Tübingen, 6. Oktober 2025 – Das genetische Krankheitsrisiko, nicht der Remissionsstatus, bestimmt die Gesamtüberlebensrate von Patient:innen mit Hochrisiko akuter myeloischer Leukämie (AML) nach einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (allo-HSZT). Darüber hinaus bringt eine Remissionsinduktion mit einer Standard-Salvage-Chemotherapie vor der allo-HSZT keinen Nutzen. Dies sind die Ergebnisse eines kürzlich veröffentlichten Langzeit-Follow-ups [1] der ASAP-Studie [2], die an renommierten Universitäten und Kliniken in ganz Deutschland durchgeführt wurde. „Unsere bahnbrechenden Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie wichtig eine frühzeitige Stammzelltransplantation ist, und stellen internationale Therapiestandards infrage“, sagt Prof. Dr. Johannes Schetelig, Leiter der Abteilung für Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und Direktor für klinische Forschung bei der DKMS, der als koordinierender Prüfarzt dieser von der DKMS finanzierten und organisierten klinischen Studie fungierte. Die internationale gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, weltweit so vielen Blutkrebspatient:innen wie möglich eine zweite Lebenschance zu geben, engagiert sich außerdem für die Förderung von Forschung und Entwicklung zur Verbesserung der Therapien im Bereich hämatologischer Erkrankungen. |